Fokusevaluation

Was ist das denn?

Im Auftrag des Kultusministeriums (MK) hat das Niedersächsische Landesamt für Qualitätsentwicklung (NLQ) die Schulinspektion zur Fokusevaluation weiterentwickelt. Der Erlass ist am 01.08.2018 in Kraft getreten.

Die Fokusevaluation begleitet eine Schule über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten.

Jede Schule setzt sich einen selbst gewählten Entwicklungsschwerpunkt. An diesem Schwerpunkt arbeitet man dann in einer etwa 10 Monate langen schulischen Arbeitsphase. Danach wird man von dem Evaluationsteam besucht und es wird geschaut, wie man als Schule den Entwicklungsschwerpunkt umsetzt (Evaluationsbesuch 1).

An diese Phase schließt sich eine, etwa 6 Monate dauernde, zweite schulische Arbeitsphase an, in der man überlegt, wie man als Schule die Umsetzung des Schwerpunktthemas auf seine Wirksamkeit überprüfen kann. In einem  zweiten Evaluationsbesuch wird die Umsetzung des Schwerpunktthemas und seine Wirksamkeit und Nachhaltigkeit auf die schulische Entwicklung reflektiert.

 

Was bedeutet das für die Grundschule am Rotenberg?

Nach den Osterferien 2018 wurde der Schulleitung per Email mitgeteilt, dass die Grundschule am Rotenberg für die Teilnahme an der Fokusevaluation ausgewählt wurde. Unser kleines Team hat diese Herausforderung gerne angenommen, da sie für uns bedeutete gezielt an einem schulischen Thema zu arbeitet und dieses umzusetzen und so die schulische Qualitätsentwicklung voranzutreiben. Nach vielen Dienstbesprechungen hatten wir uns dann auf folgendes unterrichtsbezogenes Entwicklungsthema geeinigt:"Die Grundschule am Rotenberg entwickelt für die Klassenstufen 1-4 ein Methodenkonzept für die Fächer Mathematik und Deutsch und führt dieses im Unterricht ein, um so das individualisierte, eigeneverantwortliche Lernen (fordern und fördern) anzubahnen".   Nach den Sommerferien hieß es dann, Methoden zu sammeln und auszuwählen und sie in einem Konzept so zusammenzustellen, dass sie für den alltäglichen Unterricht anwendbar sind. In einer schulinternen Lehrerfortbildung vor den Herbstferien wurde das Methodenkonzept dann fertiggestellt, so dass es nach den Herbstferien zum Einsatz kommen konnte. Im Unterricht wurden die Methoden dann erprobt und auch mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, so dass auch sie wussten, was es damit auf sich hatte.

In der Woche vom 25.03-27.03.2019 wurde unsere Schule dann vom Evaluationsteam Herr Szymanski und Frau Kemming besucht. Im Vorfeld wurde festgesetzt, in welchen Unterrichtsstunden das Team Einsicht in den Unterricht nehmen. Mit Hilfe eines Unterrichtsbeobachtungsbogens (UBB) wurde der Unterricht und die Umsetzung des unterrichtsbezogenen Entwicklungsziels unter die Lupe genommen. Weiterhin gab es Gespräche mit der Schulleitung, dem Kollegium, den Elternvertretern und dem Schülerrat. Ihnen wurden Fragen gestellt, um herauszufinden, wie die Schule das unterrichtsbezogene Entwicklungsziel umsetzt und inwieweit die einzelnen Gremien in diese Arbeit einbezogen wurden. 

 

Wie wurde das unterrichtsbezogene Entwicklungsthema umgesetzt?

Am 25.04.2019 fand dann der Auswertungsdialog zum Unterrichtbesuch 1 statt. Hier wurde das was das Evaluationsteam in der Unterrichtseinsichtnahme beobachten konnte ausgewertet und präsentiert. Anwesend war, neben Herrn Szymanski und Frau Kemming, dem Kollegium und den Eltern, auch Frau Stahl als zuständige Dezernentin der Landesschulbehörde. 

Insgesamt sind wir mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Wir wurden gelobt, dass wir als kleine Schule eine gute Arbeit leisten und unser Leitbild, in dem wir dargestellt haben, was unsere Schule besonders macht, leben. Bemerkenswert ist, was wir als kleines Team umsetzen und für unsere Schülerinnen und Schüler möglich machen. Auch für den Bereich des Unterrichts wurde uns eine sehr gute Arbeit bescheinigt und die Umsetzung des unterrichtsbezogenen Entwicklungsziels ist hervorragend gelungen. Zudem wurde gelobt, dass die Schülerinnen und Schüler genau wissen, was es mit den Methoden, die im Unterricht angewendet werden, auf sich hat. Auch die Eltern kannten die Methoden und wussten über die Umsetzung im Unterricht bescheid. Somit findet eine Zusammenarbeit auf allen Ebenen statt.

In einer anschließenden Gruppenarbeit wurde gemeinsam überlegt, wie wir in der schulischen Arbeitsphase 2 weiterarbeiten könnten, um das, was wir bereits gut umsetzen zu überprüfen.